2011-07-04
unsere neue shisha
2011-05-16
ask a seal: was ist ein seal und was ein DEVGRU?
eine letzte installation nochmals zu diesem thema, und dann ist schluss*
unterdessen haben glaubs alle gehört dass es nicht "normale" seals waren, die UBL erwischt haben, sondern die Jack Bauers der Seals: die Counter-terror einheit "DEVGRU"- hier eine 1A zusammenfassung:
DevGru belongs to the Joint Special Operations Command, an extraordinary and unusual collection of classified standing task forces and special-missions units. They report to the president and operate worldwide based on the legal (or extra-legal) premises of classified presidential directives. Though the general public knows about the special SEALs and their brothers in Delta Force, most JSOC missions never leak. We only hear about JSOC when something goes bad (a British aid worker is accidentally killed) or when something really big happens (a merchant marine captain is rescued at sea), and even then, the military remains especially sensitive about their existence.
LINK zu nationaljournal
- hier die "ups and downs" und R. Marcinko wird vorgestellt:
But the early results were underwhelming. Four SEALs drowned during the invasion of Grenada in 1983. A 1984 attempt to rescue a kidnapped CIA station chief failed in Beirut. And in 1987, Team Six itself was splashed across the news after some of Marcinko’s men confessed to exploiting the clandestine nature of their work: stealing scuba equipment, faking travel receipts, and falsifying training vouchers.
LINK zu newsweek
- hintergrund, und mehr zu den einsätzen in irak und afghanistan:
The nearly flawless helicopter assault on bin Laden’s walled hide-out in Abbottabad, Pakistan, showed that the huge U.S. investment in special operations forces - or SOF, as they are known - paid off spectacularly. There was no repeat of Desert One, the botched 1980 raid to free U.S. hostages in Iran, or Black Hawk Down, the disastrous 1993 mission in Somalia to capture a warlord.
LINK zu washington times
- sie hatten genug leute dabei, um sich gegebenenfalls "rauszuschiessen" - LINK zur NYT
- endlich doch noch mehr zu diesen helmkameras, und was man jetzt gesehen haben könnte: LINK zu CBS (mit einer computeranimation wies gewesen sein könnte)
- und zuletzt noch dies: es war wohl eine HK 416... tja, wer hätte das gedacht. oder so. sagen jedenfalls die leute von gearscout, und wenns im internet steht, wirds wohl war sein.
*jedenfalls bis das AAD10 wieder von sich reden lässt, weil sie nach somalia sollen (oder nicht) oder nach lübien (oder auch nicht).
2011-05-10
ask a linguist
wer mag, kann seine reaktion auf die OBL-aktion lesen: <http://www.guernicamag.com/blog/2652/noam_chomsky_my_reaction_to_os/>
er erinnert in erster linie an rechtsstaatliche prinzipien, die nicht eingehalten wurden.
und behauptet zB, OBLs "geständnis" zu den ereignissen im september 2001 sei ungefähr so viel wert wie wenn chomsky behaupte, er habe den boston marathon gewonnen. beides sei einfach gut geblufft.
sowie noch ein paar weitere schmankerl.
im zuge der amerikanischen genugtuung über die vergeltung ein lesenswerter kontrapunkt.
2011-05-09
ask a seal: nützt folter?
hier zwei sehr gute artikel dazu:
The shot-up corpse of Osama bin Laden was barely wet at the bottom of the sea when conservative heavyweights began praising Bush-era "enhanced interrogation" tactics as a big reason why U.S. soldiers were able to know in which multistory house in which million-dollar compound in Abbottabad, Pakistan, the al Qaeda leader was holed up. With a spectacularly successful "end" to the bin Laden story, the we-told-you-so crowd evidently now wants to go back and re-litigate the legitimacy of the "means" by which they claim it all came about.
aus the atlantic, LINK
und hier noch ein langer, aber äussert lesenswerter NYT artikel aus 2008, der die befragung von khalid sheikh mohammed beleuchtet. das problem von folter-befürwortern ist, dass sie von falschen prämissen ausgehen: einen klaren schuldigen, mit einem bekannten geheimnis - und jack bauer muss es nur mit gewalt aus ihm rauskriegen. leider hat man nie einen klaren schuldigen, und was er wissen könnte ist meistens ein "unknown-unknown".
Mr. Martinez’s success at building a rapport with the most ruthless of terrorists goes to the heart of the interrogation debate. Did it suggest that traditional methods alone might have obtained the same information or more? Or did Mr. Mohammed talk so expansively because he feared more of the brutal treatment he had already endured? A definitive answer is unlikely under the Bush administration, [...]
wie gesagt, sehr lesenswert: LINK
ask a seal: was sind andere so missionen?

1. hier mein Delta Force kollege Dalton Fury auf youtube, der versuch 1 beschreibt: LINK
(und ja! ich hab das buch gelesen... so bin ich halt, ich konnt nicht widerstehen. ich lehns dir gern mal aus!)
1.2 und dann hier noch sein ...hmm... "nachruf" auf UBLs tod: LINK
2. und hier eine kleine zusammenstellung der spec-ops pleiten, pech und pannen: LINK
ask a navy seal
"heute stand in der NZZ über die OBL-mission (das ist grad echli mein lieblingsthema) folgendes zu lesen: die USA hätten Pakistan um Zugang zu mehreren Personen gebeten, welche die Navy Seals in dem Anwesen zurückliessen, darunter drei Ehefrauen bin Ladins, [...]. Du als special operations spezialist: wie muss man sich das vorstellen? die SEALS kommen rein, verschnüren alle mit kabelbindern und machen dann zettel dran: liebe pakistanische cops, bitte hebt uns diese dudes auf für später, wir konnten grad nicht alles ausdiskutieren. leider hatten wir keinen platz mehr im heli, und ach ja, ruft ihr bitte noch die sperrgutabfuhr an wegen dem schrott im garten? sorry. In eile, euer team 6? Oder geben sie denen valium? oder einen gezielten schlag auf den hinterkopf? oder eine kombination von allem? wie lässt man personen zurück, die man noch was fragen will?"
nun, lieber m.f. aus b., it just so happens das eben dieses thema auch mein lieblingsthema ist, und entsprechend tu ich gern etwas aus dem nähkästchen plaudern...
sie werden, lieber m.f. aus b., sicher verstehen, dass OpSec da natürlich gewisse grenzen setzt, aber was schon öffentlich ist, können wir ja gerne mal zusammen ankucken.
entsprechend hier nun das Delta/Navy SeAL spezial!
2011-03-14
immer noch lübien
"Dumm ist nur, dass dieses Mal auch die Amerikaner zögern, denen man sonst noch so gerne Rambo-Allüren unter die Nase reibt, die dann aber Gott sei Dank doch immer wieder eingreifen, wenn es im europäischen Saustall zum Himmel stinkt. War es nicht 1995 in Bosnien und 1999 in Kosovo so?"
LINK (zur thurgauerzeitung... frag nicht!)
2. must-read, in der new york times:
"Advocates of a Libyan intervention don’t seem to have internalized these lessons [from iraq]. They have rallied around a no-flight zone as their Plan A for toppling Qaddafi, but most military analysts seem to think that it will fail to do the job, and there’s no consensus on Plan B. Would we escalate to air strikes? Arm the rebels? Sit back and let Qaddafi claim to have outlasted us?"
LINK zur nyt
2011-03-03
no-fly zone über lübien
- wenn die "air defense" mitten in städten positioniert ist (und diktatoren machen das amigs so), gibts collateral schäden - was wiederum propagandistisch ausgenützt wird (auch das machen diktatoren amigs so)
- ein UN mandat ist nicht zu erwarten, da der sicherheitsrat nie und nimmer eine no-fly-zone verabschieden wird (china blockiert sowieso aus prinzip, und russland hat eine liste von hundert voraussetzungen, bevor sie zustimmen würden)
- soweit man das beurteilen kann, sind sich nicht mal die lübischen rebellen einig, ob sie hilfe von aussen wollen
- es ist also einfach vorauszusehen, dass amerika mit besten absichten, aber wieder ohne UN mandat und ohne dass die rebellen das verlangt hätten, lübische menschen verletzt oder tötet - und ob dann nicht die stimmung kehrt und es der rebellion schadet kann niemand ausschliessen
- drum: nein, wahrscheinlich sollte amerika nicht eine no-fly-zone machen... auch wenn es verlockend klingt.
hier noch mehr zu no-fly-zones: ob sie was bringen, und ob sie militärisch machbar sind.
*was man einem kriegsmüden land ja durchaus mal hoch anrechnen darf , weil in europa rührt sich wiedermal niemand...
2011-03-02
Zu Lübien
Und wenn sich da schon ein Neuanfang abzeichnet, beantrage ich auch gleich die superprovisorische Umbenennung von Libyen zu Lübien. Sagt sowieso jeder. (Vielleicht sollte man "Egipten" jetzt auch offiziell so schreiben?)
Und wenn wir schon dabei sind: Das Umtaufen der "Klubschule Migros" in Migrosklubschule wäre auch schon lange fällig (die baLAPi kann davon ein Lied singen).
Weitere Vorschläge?
2011-02-23
Neulich, auf dem Platz der Befreiung
Es gibt dazu auch viel Schlaues zu lesen. Am liebsten mag ich Arnold Hottingers Einschätzungen - niemand bringt es so fundiert auf den Punkt wie er. Hier zum Beispiel über die bezahlten Schlägertrupps, welche die Demonstranten auf dem Tahrir angegriffen haben.
Für unsere Augen war allein die Tatsache schon aussergewöhnlich, dass diese Trupps auf Pferden (OK, warum nicht) und Kamelen (Kamelen? Kamelen!!!) auf die Menschen losgingen. Na gut, Kamele hats zumindest drüben bei den Pyramiden genug, zudem: Ein Kamel ist taktisch wohl besser als ein Töff, weil der wäre ganz und gar nicht wendig und kann im dümmsten Moment einen Platten kriegen. Verständlich auch, dass sie keine Polizei-Uniform tragen, denn ganz so offensichtlich sollten die Übergriffe dann doch nicht sein. Doch was das Schuhwerk betrifft, bei genauerem Hinsehen: SCHLÄPPLI!

Ist das ägyptische Coolness? Gut gewählte Tarnung? Oder masslose Überheblichkeit eines Polizeistaates? (Oder haben sies einfach den Taliban abgeschaut?)
2010-10-13
2009-06-14
amerikanisches im irak
ein weiterer must-read für die neue woche: ein herausragender artikel in der washington post über das kulturelle erbe der amerikaner im irak:
"All occupations eventually end. When this one does, history's narratives will be shaped by the cacophony it wrought -- the carnage unleashed by the U.S.-led invasion that threatened Iraq's notion of itself as a country and that will haunt generations to come.
But the whispers may linger just as long -- the far quieter way in which two cultures that often found it difficult to share the same space intersected to reshape Iraq's language, culture and sensibility. From tattoos of Metallica to bellybutton piercings, from posters for a rap concert in Baghdad to stories parents tell their naughty children in Fallujah of the Americans coming to get them, the occupation has already left its mark."
[...]
"The British entered Baghdad in 1917 to end Ottoman rule, with the same pledge the Americans would make. "Our armies do not come into your cities and lands as conquerors or enemies, but as liberators," proclaimed Maj. Gen. Sir Stanley Maude. Like the Americans, the British faced a revolt, in 1920, led by a segment of the population that had grown frustrated and resentful at the heavy-handedness of a foreign army.
British rule lasted until 1932, and its waning influence ended with the fall of the Hashemite monarchy in 1958. By then, it had left an indelible mark on Iraq's culture and society. Everything from post offices and nightclubs to the railway stations and double-decker red buses that ran in the capital until the last days of Hussein's rule bore a British stamp. So did the military, the judiciary, the health system and the ministries."
2009-04-30
die heutige jugend
Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer. (Sokrates)
Ich habe überhaupt keine Hoffnung mehr in die Zukunft unseres Landes, wenn einmal unsere Jugend die Männer von morgen stellt. Unsere Jugend ist unerträglich, unverantwortlich und entsetzlich anzusehen. (Aristoteles)
Es scheint, jihadisten kämpfen mit den selben problemen wie alle anderen auch: ausgezeichneter artikel in der newyorktimes:
"He has been mentor to some of the most brutal terrorists on earth. But Abu Muhammad al-Maqdisi, a prominent cleric and theorist of jihad living in Jordan, has grown tired of hearing younger extremists accuse him of going soft.
[...]
Mr. Maqdisi’s problem is more homegrown. A new generation of jihadists, many of them less educated and respectful of authority than their elders, has begun taking issue with him. Mr. Maqdisi believes suicide bombing is a legitimate tactic but has said it should not be used indiscriminately, and he has spoken against the sectarian massacres in Iraq. For this he is accused of turning his back on jihad. In a sense, Mr. Maqdisi can hardly complain, because he did the same thing to his clerical elders when he was young.
“For several decades, there has been a dynamic at work in the radical Sunni Islamist community where each new generation becomes less principled, less learned, more radical, and more violent than the one before it,” said Bernard Haykel, a professor of Middle East studies at Princeton."
LINK
2009-04-14
piraten, seals, paschas und kalifen... was fehlt noch?

es stellt sich also heraus, dass es tatsächlich seals waren... nämlich scharfschützen. die nyt hat die blutigen details:
"[...] in the belief that the hostage, Capt. Richard Phillips, was in imminent danger of being killed by captors armed with pistols and AK-47s, snipers on the fantail of the destroyer Bainbridge, which was towing the lifeboat on a 100-foot line, opened fire and picked off the three captors.
Two of the captors had poked their heads out of a rear hatch of the lifeboat, exposing themselves to clear shots, and the third could be seen through a window in the bow, pointing an automatic rifle at the captain, who was tied up inside the 18-foot lifeboat, senior Navy officials said.
It took only three remarkable shots — one each by snipers firing from a distance at dusk, using night-vision scopes, the officials said. Within minutes, rescuers slid down ropes from the Bainbridge, climbed aboard the lifeboat and found the three pirates dead. "
für die zartbeseiteten gemüter unter uns, hang on, ich hab noch was anderes:
die nzz hat einen ausgezeichneten beitrag, der das ganze in den historischen kontext stellt:
"Das Schiff, auf dem die Scharfschützen der «Navy Seals» stationiert sind, ist der moderne Lenkwaffenzerstörer «Bainbridge». Es trägt den Namen des William Bainbridge, der vor 206 Jahren ebenfalls von Piraten gefangen genommen worden war..."
"Von europäischen Nationen Tributzahlungen zu verlangen, hatte für die Beys, Paschas und Kalifen an der nordafrikanischen Mittelmeerküste eine lange Tradition. Nichtbefolgung führte zum Aufbringen europäischer Schiffe und häufig auch zum Verkauf der Besatzungen in die Sklaverei. Auch die gerade unabhängig gewordenen Vereinigten Staaten glaubten zunächst, sich mit Zahlungen an jene Herrscher und die ihnen unterstehenden Piraten freikaufen zu können. Als dennoch von Algier aus amerikanische Schiffe überfallen wurden und der dortige Herrscher den Vereinigten Staaten gar den Krieg erklärte, bewilligte der Kongress am 27. März 1794 die Mittel zum Bau von sechs modernen Fregatten."
und hier noch gemäss dangerroom eine analyse der optionen, die sich den heutigen USA präsentieren: LINK. zwei der im moment am meisten diskutierten optionen:
"* Send in the U.S. Navy! Actually, they're already there. And, unfortunately, our armada isn't particularly well-configured to scare off pirates; it's really made to lay waste to a city, or to another navy. [...]
* Attack the pirate mainland! (And/or form blockades, and/or do some nation-building in Somalia.) That might be the only way to really get rid of the Somali pirates once and for all. [...]"
2009-02-02
shoedenfreude XXIV
2008-12-21
shoedenfreude*
1. das internet meme
WIRED, das beste magazin der welt (im gegensatz zur bZdW meine ich es hier auch), hat fast die ganze sammlung - LINK, unbedingt ansehen!!! (und HIER noch die fortsetzung)
2. die analyse vor ort, der NYT: LINK
*sie haben auch die oben ausgelehnte, bisher beste schlagzeile kreiert. bekanntermassen ist ja schadenfreude ein englisches wort, weil sie das prinzip nicht kennen und drum kein wort dafür haben, ausser vielleicht gloat, aber das... item: jedenfalls benutzen sie das einge-englischte schadenfreude wie echte schadenfreudeprofis...
an den linguistiker: sollte man hier mal einen separaten post machen?
3. die diskussion um den symbolgehalt des schuhewerfens in der arabischen kultur - LINK und LINK
an unseren arabisch-spezialisten, Furi al-Maikili: was wissen sie über das schuhewerfen? wie ist das, dort? haben sie in al-qahira schuhe geworfen? oft? mehr als in basel? und was bedeutet es denn hüben und drüben?
(darf ich gleich den titel für einen post vorschlagen: die west-östliche babusche)
2008-04-23
iraq explained, wiedermal...
2008-04-18
saddam reloaded

2008-04-09
iraq, basra, sadr
"Das Gros der irakischen Soldaten ist nicht bereit, ausserhalb ihrer Herkunftsregion Dienst zu tun, was sie wiederum anfällig für die Einschüchterungen und Drohungen ihrer Gegner macht. Darüber hinaus erledigen einzelne Verbände nach wie vor das schmutzige Geschäft der Milizen.
[...]
als Regierungschef Nuri al-Maliki Ende März zur Offensive gegen die Milizen und
Mafiabanden in Basra blies, liefen ihm die Soldaten und Polizisten zu Hunderten
davon. Manche verweigerten einfach den Befehl, andere liefen zu den Kämpfern des
schiitischen Predigers Muktada as-Sadr über."
entsprechend drängt sich auch wiedermal das thema des innerschiitischen streites in basra auf - LINK zur nyt:
“[Maliki] went in with a stick and he poked a hornet’s nest, and the resistance he got was a little bit more than he bargained for,” said one official in the multinational force in Baghdad who requested anonymity. “They went in with 70 percent of a plan. Sometimes that’s enough. This time it wasn’t.”As the Iraqi military and civilian casualties grew and the Iraqi planning appeared to be little more than an improvisation, the United States mounted an intensive military and political effort to try to turn around the situation, [...]"
und weil sowieso niemand lesen mag, das ganze noch in zwei bildern präsentiert:












