2010-05-08

wo wir sind:

first avenue, höhe 10. strasse

2010-04-06

mein neuer freund roland

vorweg: ich hab mir ein schlagzeug gekauft, und zwar dieses: LINK (aber nicht beim komischen deutschen mann).

so, und nun in epischer länge:

1. entscheidung
das iPhone-app "drummerLite" hat den ausschlag gegeben: sogar ein simples iTelifon-app hat soviel spass gemacht (und gut getönt) das ich mir gedacht habe: jetzt wo einige ecken der neuen wohnung nicht komplett verbaut sind, und jetzt wo ich soviel freizeit habe, und jetzt wo die schweizzurück mir doch tatsächlich sogar einen bonus gegeben hat, jetzt sollte man sich mal schlau machen, was es so an digitalen schlagzeugs zu kaufen gibt.


2. unberatung
der falsche ort um sich schlau zu machen ist ein musikgeschäft. die verkäufer dort sind... halt verkäufer eben!
nur eine geschichte, um mein harsches urteil zu belegen:
wir hatten uns schon x-mal vollabern lassen. und wir hatten die kataloge alle studiert. und ich war schon entschlossen ein HD-1 von roland zu poschten. und wir waren extra in den laden gegangen um eben dieses dem musikladen-mann zu sagen. der hat dann allerdings folgendes strategisches meisterstück vollbracht:
aha... ja, wieso roland? ich frag nur, weil es gibt ein billigeres von yamaha, das YA-1.
und das hat zwar lärmigere pedalen, aber - he! - es ist billiger.
aber eines müssen sie bedenken: die ansprüche steigen: das billige hat nur 20 verschiedene sound-sets zur verfügung - ich persönlich würde eher das YA-2 empfehlen, wenn es dann umbidingt billig sein muss.
papperlapap basis-set genügt - äh: natürlich, wie sie meinen. aber haben sie sich schon überlegt ob eine miete interessant wäre. weil wenn sie dann nicht zufrieden sind - und aus meiner erfahrung passiert das normalerweise, weil die ansprüche steigen - dann hätten sies noch nicht gekauft.
ja, vermieten tun wir leider nur das nochmal etwas fortgeschrittenere model, das YA-3. aber eben, auch das ist noch sehr basic... also sie könnten das mal mieten und dann [blablabla-mietkonditionen-blablabla] und denken sie dran, [blablabla-kein-nachteil-weil-miete-ist-super-blablabla].
allerdings noch einen letzten punkt: mir liegt ja ihre zufriedenheit sehr am herzen! ich sage ihnen das nur, weil wegen ich hab schon diese erfahrungen gemacht: die ansprüche steigen während man dann spielt! also das model das ich empfehlen kann - eigentlich das einzige das ich empfehlen kann - ist das YA-4g. das kleine g steht für die gold-verrahmung. das kostet dann immer noch weniger als ein kleinwagen. es handelt sich also um ein echtes schnäppchen.
was kinder? kinder-papperlapap, äh: aha, sie haben kinder. ja, also wie gesagt, das YA-4g ist mit abstand das beste model, auch was die widerstandsfähigkeit gegen ...äh... kinder angeht - hat eine amerikanische studie herausgefunden. und wissen sie, die ansprüche steigen, auch die von kindern.

wir sind dann unverrichteter dinge wieder aus dem musikladen herausgelaufen.


3. bestellung und kauf
da mein entschluss ja ohnehin schon feststand hab ich halt dem mann einfach die definitive bestellung per telefon nachreichen wollen. im büro habe ich keine zeit, und zuhause habe ich überhaupt keine zeit, ich hab mich deshalb entschieden aus dem büro zu telifonieren. des verkäufers visitenkarte hatte ich natürlich zuhause gelassen, aber so ein büro hat ja internet. ich hab dann die nummer vom jecklin rausgesucht und ohne weitere diskussion das hd1 bestellt. nachhause geliefert werde es nicht, aber ich könne es dann holen kommen in zwei bis drei tagen.

am mittwoch vor ostern wars im musikladen, am 1. april (also gründonnerstag) konnte ich es abholen gehen. natürlich hats geregnet wie aus kübeln - aber aus riesen-kübeln - und ich hatte eine suboptimale jacke von der bEva an. das musste so sein, weil ich vorher die kinder in die krippe gebracht hatte und junior im ergocarrier nur kuschelig warm eingepackt ist, wenn ich die riesenjacke von der bEva über den ergocarrier anziehe. darf ich noch ergänzen: die jacke hat natürlich viel zu kurze ärmel wenn ich sie anziehe, ist aber um den bauch rum ein riesenzelt. für den weiteren fortgang der geschicht ist es sehr wichtig, mich als vollkretin zu visualisieren.
also: wie ich nun pflotschnass mit riesenjacke im musikladen stehe und mein hd1 will, hat mich der verkäufermann sehr erstaunt angesehen. er habe kein hd1. und er habe auch niemandem telefoniert. ob ich einen erst-april-scherz machen wolle. und nach einer kurzen pause: oder ob ich das hd1 echtsch im jecklin bestellt habe?
und da hat mich die erkenntnis wie ein blitz getroffen: holy frejoles, ich war ja vorher immer und stand auch in diesem moment im musikhug...

cretino del mundo, hatte mich mein bruder nach meinem ausflug in den digitec geschimpft. und recht hatte er.
ich hatte gemeint, ich sei einfach nicht auf dem stand der technik wenns um digitale käufe geht. aber tatsache ist (und das schleckt wohl kein geiss-app weg) dass ich einfach ein föggin loser bin.

der verkäufermann hat dann in einem anflug von grosszügigkeit gefunden, dass passiere noch oft (...) und sich flugs drangemacht, seinem kollegen im jecklin anzurufen. der natürlich prompt bestätigt hat, dass oben ein hd1 auf einen herr milajiowitschoderso wartet.

ein highlight noch aus dem jecklin: (wichtig, aiwn immer noch klatschnass mit ballonjacke ohne nennenswerte ärmel)
"haben sie demfall oben ihr auto parkiert? wie, kein auto? aber das paket ist ziemlich gross..."
in einem anderen outfit, zu einer anderen zeit, mit einer anderen vorgeschichte hätte ich dem jungen mann vielleicht erklärt, dass meine kollegen und ich in 'Nam dreimal so schwere maschienengewehre schlammhügel rauf- und runtergeschleppt hatten und vom ikea wollmer gar nicht anfangen. aber so hab ich nur den blick zu boden gesenkt und bin ihm still in den warenlift gefolgt.

item: hier das paket im tram. war gar nicht soooo schwer. ehrlich.


4. montage
die montage hat sich sehr ikea-mässig, aber eigentlich ereignisfrei gestaltet.
hier ein paar bilder zur auflockerung (nach dem vielen text oben):


und wenn ihr das nächste mal auf besuch kommt, dann kannst ja mal probieren.

2010-04-04

und wenns regnet

...dann hats im tessin ein spielzimmer.

2010-04-02

2010-03-17

Super size me!

Schon eine Weile ist es her, da habe ich eine Software käuflich erworben. Unerwarteterweise war die Version auf CD aus dem Webshop billiger als der Download beim Hersteller. Und es war auch billiger, die CD heim schicken zu lassen, als sie im Laden zu kaufen.

Nun ist Verpackung ja ein Marketinginstrument. Die von der Softwarefirma drücken einem nicht einfach eine poplige CD in die Hand, nein, sondern sie legen selbige in eine etwas gross dimensionierte Schachtel -- um das Kauferlebnis zu steigern, und damit man auch was Rechtes in der Hand halten kann (auch wenn das dann vor allem viel Luft mit ein bisschen CD ist).

Und die Mitarbeiter des Webshops haben diesen Gedanken schliesslich noch weiter getrieben (und imho etwas über die Stränge geschlagen). Wohl deshalb, weil sie gedacht haben, die Zustellfirma würde sich sicher weigern, wegen einer popligen CD bis an den Rand der Schweiz zu fahren...

2010-03-16

lokale verpflegungsstätte

der paulanerhof... oder ähnlich. die heissen hier alle so.

fast ein "grand-slam" dennis-frühstück!

danke business-trip! danke münchner hotel!

2010-03-15

Habla español?

Es begab sich, dass die Mutter der baLAPi (stolze Besitzerin zweier Mobiltelefone: für jedes Land eines) sehr zu Recht ein bisschen über die offensichtlichen Schwächen ihres Zweithandys beklagte: Der Bildschirm sei zu klein, darauf erkenne man ja den Enkel gar nicht richtig. Zudem müsse sie es jeden Tag laden -- gar nichts mehr halte diese altersschwache Batterie aus! Da musste ich beipflichten, denn schliesslich handelte es sich um mein Ex-Handy aus dem Jahre 2004 (eigentlich ein Wunder, dass das immer noch lief)! Ob ich denn nicht mal ein neues wolle, worauf sie das jetzige erben könne?

Das kam mir gelegen, denn so hatte ich eine Ausrede, mir von der Telekom-Firma, die mit meinem Geld Twin Towers gebaut hat, ein neues Telefon zu schenken zu lassen. Ich wollte nur den mobiltelefonischen Status quo erhalten, mit ein bisschen weniger Hirnmikrowellisierung, etwas kleinerer Grösse und einem etwas grösseren Bildschirm. Das fand ich, bestellte ich, und schon am nächsten Tag lag es in meinem Briefkasten!

Das Einrichten klappte wie am Schnürchen (ausser den E-Mails, die es bis zum heutigen Tag nicht verschicken will), und so machte ich mich daran, die Daten vom alten zu löschen. Ich löschte und löschte, und weil das etwas kompliziert war, hängte ich es an den PC und spielte einfach schnell die Software neu drauf, um es in den Auslieferungszustand zu versetzen (das hatte ich ja schon mal gemacht).

Der Fortschrittsbalken entwickelte sich langsam, aber durchaus vielversprechend, bis irgendwann nur noch 12% oder 7 Minuten übrig blieben. Aber dabei blieb es. Dann ging nichts mehr: abbrechen nicht, neu starten nicht, ausstöpseln und wieder einstöpseln nicht. Nichts. Es tat jetzt keinen Wank mehr. Reagierte nicht auf einschalten, nicht auf aufladen, nicht auf GABI oder ABC. Lag tot da. Etwas googeln ergab eine Tastenkombination, mit der angeblich jedes Nokia von den Toten erweckt werden könne. Ich verstauchte mir daran den kleinen Finger, aber es regte sich -- nix.

Die von Nokia Service Centers lagen überall in der CH verstreut, aber keines auch nur annähernd in der Nähe. Also machte ich mich in meiner Verzweiflung auf in den nächsten Shop der aufgehenden Sonne. Der Jüngling hörte mir geduldig zu und sagte mir mit mitleidigem Gesicht, er könne das schon einschicken, aber das ginge immer so lange und das sei dann immer so teuer. Dann setzte er einen konspirativen Blick auf und meinte, aber ein Kollege repariere ALLE Natels in nur 1 Stunde, und das sei super. Ich solle doch mal bei dem seinem Shop vorbeigehen.

Der Shop existierte tatsächlich, und dem Kollegen seine Homies verliessen sogar anständigerweise das Lokal (wo praktischwerweise auch grad noch ein Solarium untergebracht ist), als ich es mit meiner Familie im Schlepptau betrat. Der Kollege schaute sich den Klumpen toten Elektroschrott nachdenklich an, dann schaute er mich an, und sagte, ah, was, Software? Hm, wir machen eigentlich nur Hardware. Aber kein Problem, ich schicke es an den Kollegen in die Stadt an der Limmat (die mit dem See, nicht die mit den Bädern). Ich liess mich auch nicht von den hundertfüfzg Stüde abhalten, die der erste Kollege mir veranschlagte (ich meine, schliesslich werden mit so einer Reparatur extreeem Ressourcen geschont -- zumal hier nur einer mit der richtigen Software das Handy einstecken und einen Knopf drücken muss -- und was sind schon lächerliche hundertfüfzg Stüde wenns ums Weltklima geht, oder?), und schlug in den Deal ein.

Anderthalb Wochen später war es wieder da: Der Lebensatem war ihm eingehaucht worden, und auf seine Auferstehung gab es sogar drei Monate Garantie! Zuhause setze ich gespannt die SIM-Karte von baLAPis Mutter ein. Es startete. Und da war kein SIM-Lock, kein Nichterkennen, keine Probleme. Zur allgemeinen Freude ging alles wie am Schnürchen. Endlich kam alles gut! Ich war stolz darauf, die Umwelt geschont, Elektroabfall gespart und -- die Hauptsache der Aktion -- der Mutter der baLAPi das Leben etwas erleichtert zu haben! Jetzt nur noch schnell die Sprache um stellen und hopp -- English...Deutsch...Türkce...Srpski...Magyar...Hrvatski...Slovenščina -- Spanisch? SPANISCH?!?

Seither sitze ich also auf einem neuen Telefon, mit dem ich nicht wirklich zufrieden bin (das ich dann aber doch für mich behalten wollte, so bin ich dann), und einem reparierten Telefon (anscheinend einer Balkanversion), das baLAPis Mutter nicht brauchen kann, weil es kein Spanisch spricht. Und wollen tu ich eins, das anständig surfen (weil ich daheim nicht auch noch unbedingt einen PC anwerfen will um zB schnell die Öffnungszeiten vom Coop nachzuschauen) und mailen (denn den Zugriff auf Webmails aller Art hat die Farmafirma wieder verboten) kann, aber davon bin ich 11 Monate oder einen rechten Batzen Geld entfernt.